12.11.2020

Vermietung einer Homeoffice-Wohnung: Vorsteuer f├╝r Dusche und Badewanne nicht abziehbar

In Zeiten der Corona-Pandemie ist das Arbeiten von zu Hause aus stark nachgefragt. Viele Arbeitnehmer gehen daher dazu ├╝ber, einen Teil ihrer Wohnung bzw. ihres Hauses (z.B. eine Einliegerwohnung) an ihren Arbeitgeber zu vermieten, der die R├Ąumlichkeiten dann wiederum f├╝r die berufliche T├Ątigkeit des Arbeitnehmers zur Verf├╝gung stellt.

Dem Bundesfinanzhof (BFH) lag nun ein Fall vor, in dem die Arbeitsparteien eine solche (umsatzsteuerpflichtige) Anmietung einer Einliegerwohnung des Arbeitnehmers vereinbart hatten. Streitig war, ob der Arbeitnehmer die Vorsteuer aus einer umfassenden Badsanierung in der Einliegerwohnung in voller H├Âhe abziehen durfte.

Das Finanzgericht K├Âln (FG) hatte in erster Instanz entschieden, dass die Vorsteuer nur insoweit abgezogen werden k├Ânne, wie sie anteilig auf die neue Toilette und das neue Waschbecken entfalle. Die anteiligen Kosten f├╝r die neue Badewanne und die neue Dusche lie├čen die Finanzrichter demgegen├╝ber unber├╝cksichtigt. Der Arbeitnehmer wollte gleichwohl einen kompletten Abzug der Vorsteuerbetr├Ąge erreichen und zog vor den BFH. Er argumentierte, dass der Vermietungsgegenstand schlie├člich die gesamte Einliegerwohnung gewesen sei.

Der BFH folgte jedoch der Auffassung des FG und verwies darauf, dass der f├╝r den Vorsteuerabzug erforderliche direkte und unmittelbare Zusammenhang mit den Vermietungsums├Ątzen nur bestehe, soweit das Homeoffice beruflich genutzt werde. Diese berufliche Nutzung k├Ânne sich bei einer B├╝rot├Ątigkeit zwar auch auf einen Sanit├Ąrraum erstrecken, nicht jedoch auf ein mit Dusche und Badewanne ausgestattetes Badezimmer. Insofern habe das FG die Vorsteuerbetr├Ąg´╗┐e zu Recht aufgeteilt.




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