16.09.2020

Gastronomie: ErmĂ€ĂŸigter Umsatzsteuersatz befristet

Das Corona-Virus ist fĂŒr Unternehmen zu einer echten Herausforderung geworden. Die Folgen fĂŒr das Wirtschaftsleben sind gravierend. Besonders betroffen sind Gastronomiebetriebe.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) reagiert auf diese schwierige Lage mit steuerlichen Hilfsmaßnahmen. Es hat in diesem Zusammenhang am 02.07.2020 ein Schreiben veröffentlicht und die Regelungen des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses angepasst. FĂŒr Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen ist demnach - mit Ausnahme von GetrĂ€nken – ein ermĂ€ĂŸigter Umsatzsteuersatz anzuwenden. Dieser Steuersatz gilt befristet fĂŒr den Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021.

Es ist demnach nicht zu beanstanden, wenn zur Aufteilung des Gesamtkaufpreises von sogenannten Kombiangeboten aus Speisen inklusive GetrĂ€nken (z.B. bei Buffet- oder All-inclusive-Angeboten) der auf die GetrĂ€nke entfallende Entgeltanteil mit 30 % des Pauschalpreises berĂŒcksichtigt wird.

Zudem stellt das BMF klar, dass es ebenfalls nicht beanstandet wird, wenn in einem Pauschalangebot enthaltene nichtbegĂŒnstigte Leistungen in der Rechnung zu einem Sammelposten (z.B. Business-Package oder Servicepauschale) zusammengefasst und der darauf entfallende Entgeltanteil in einem Betrag angesetzt werden. Der auf diese Leistungen entfallende Entgeltanteil kann mit 15 % des Pauschalpreises angesetzt werden.

Hinweis: Die GrundsĂ€tze dieses Schreibens sind auf alle offenen FĂ€lle vom 01.07.2020 bis zum 31.06.2021 anzuwenden. FĂŒr Unternehmer, die Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen anbieten, galt bis 30.06.2020 ein Umsatzsteuersatz von 19 % und seit dem 01.07.2020 gilt nun ein ermĂ€ĂŸigter Umsatzsteuersatz von 5 % (soweit Speisen angeboten werden). Vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021 soll ein ermĂ€ĂŸigter Umsatzsteuersatz von 7 % und dann ab dem 01.07.2021 wieder der allgemeine Umsatzsteuersatz von 19 % Anwendung finden.




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