06.02.2019

Betongold: Wie sich die Kosten f√ľr Vermietungsobjekte absetzen lassen

Ein niedriges Zinsniveau und stetig ansteigende Immobilienpreise machen f√ľr viele Kapitalanleger den Kauf von Vermietungsobjekten interessant. Wer ein solches Investment plant, sollte von vornherein auch die steuerlichen Aspekte einer Vermietungst√§tigkeit ber√ľcksichtigen. Grunds√§tzlich gilt: Wer eine Immobilie mit Vermietungsabsicht erwirbt, kann die entstehenden Kosten steuerlich absetzen. Schon die Fahrtkosten, die bei der Immobiliensuche entstehen (z.B. zur Besichtigung diverser Objekte), k√∂nnen mit 0,30 ‚ā¨ pro gefahrenem Kilometer als Werbungskosten bei den Vermietungseink√ľnften abgezogen werden. Liegen die besichtigten Objekte weiter entfernt, lassen sich auch die entstehenden √úbernachtungskosten sowie Verpflegungspauschalen absetzen.

Die Anschaffungskosten des Mietobjekts sind in der Regel nur mit 2 % pro Jahr abschreibbar. Zu diesen Kosten z√§hlen unter anderem der Kaufpreis der Immobilie, die Makler- und Notargeb√ľhren, die Kosten f√ľr Sachverst√§ndige, Grundbuchkosten und die Grunderwerbsteuer.

Hinweis: Die Kosten k√∂nnen nur ber√ľcksichtigt werden, soweit sie auf das Geb√§ude entfallen. Anschaffungskosten f√ľr das Grundst√ľck sind nicht abschreibbar.

Kosten f√ľr die Instandhaltung und Modernisierung des Mietobjekts einschlie√ülich der anfallenden Materialkosten k√∂nnen vom Vermieter als Erhaltungsaufwendungen entweder sofort oder aber wahlweise √ľber einen Zeitraum von zwei bis f√ľnf Jahren abgeschrieben werden. Vorsicht ist jedoch bei h√∂heren Renovierungskosten geboten, die innerhalb der ersten drei Jahre nach dem Immobilienerwerb anfallen: Sind diese Kosten ohne Umsatzsteuer h√∂her als 15 % der Geb√§udeanschaffungskosten, d√ľrfen sie nur im Zuge der Geb√§udeabschreibung ber√ľcksichtigt werden - ein Sofortabzug ist dann nicht mehr erlaubt.

Ein weiterer Fallstrick lauert, wenn ein Geb√§ude durch die Erneuerung von mindestens drei zentralen Ausstattungsmerkmalen (Fenster, Heizungs-, Sanit√§r- oder Elektroanlagen) auf einen h√∂heren Wohnstandard gebracht wird, denn in diesem Fall k√∂nnen die Kosten ebenfalls nur √ľber die Geb√§udeabschreibung ber√ľcksichtigt werden. Gleiches gilt f√ľr Kosten der Wohnfl√§chenerweiterung (z.B. Dachgeschossausbau). Kosten bis 4.000 ‚ā¨ (ohne Umsatzsteuer) werden von den Finanz√§mtern aber auf Antrag des Vermieters als sofort abziehbare Erhaltungsaufwendungen anerkannt (Vereinfachungsregelung).

Hinweis: Vermieter sollten wissen, dass geringwertige Wirtschaftsg√ľter mit einem Kaufpreis von maximal 800 ‚ā¨ (ohne Umsatzsteuer) auch im Vermietungsbereich im Jahr der Zahlung sofort als Werbungskosten abgesetzt werden k√∂nnen. Diese Abzugsvariante ist beispielsweise f√ľr M√∂bel interessant, die Vermieter zwecks m√∂blierter Vermietung ihrer Objekte erwerben.




Haftungshinweis:
Dieser Beitrag ist nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung kann trotz sorgf√§ltiger Bearbeitung nicht √ľbernommen werden. Zu dem behandelten Thema wird gerne weitere Auskunft erteilt.

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