06.11.2018

Verluste aus Ferienwohnungen: ├ťberschussprognose muss f├╝r 30 Jahre aufgestellt werden

Wer mit der Vermietung von Ferienimmobilien rote Zahlen schreibt, m├Âchte die Verluste in der Regel auch steuerlich anerkannt wissen, damit das Finanzamt eine Verlustverrechnung mit den ├╝brigen steuerpflichtigen Eink├╝nften vornimmt und sich so eine Steuerersparnis einstellt.

Sofern das Mietobjekt ausschlie├člich an Ferieng├Ąste vermietet und in der ├╝brigen Zeit hierf├╝r bereitgehalten wird, gibt das Finanzamt in der Regel gr├╝nes Licht f├╝r den Verlustabzug, weil es ohne weitere Pr├╝fung von einer bestehenden Eink├╝nfteerzielungsabsicht ausgeht (zentrale Voraussetzung f├╝r die steuerliche Anerkennung von Eink├╝nften). Dies gilt unabh├Ąngig davon, ob der Vermieter sein Objekt in Eigenregie oder ├╝ber einen Vermittler anbietet.

Wird das Mietobjekt vom Vermieter hingegen zeitweise selbst genutzt und zeitweise vermietet, muss er dem Finanzamt seine Eink├╝nfteerzielungsabsicht anhand einer Total├╝berschussprognose nachweisen. Nur wenn dies gelingt, kann er die Verluste steuerlich abziehen.

Hinweis: Die Prognose ist bereits dann erforderlich, wenn der Vermieter sich die zeitweise Selbstnutzung lediglich vorbeh├Ąlt (z.B. im Vertrag mit dem Vermittler). Ob die Selbstnutzung dann tats├Ąchlich erfolgt, ist hier unerheblich.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat nun erneut bekr├Ąftigt, dass die Total├╝berschussprognose f├╝r einen Zeitraum von 30 Jahren aufgestellt werden muss. F├╝r diese Zeitspanne m├╝ssen Vermieter also darlegen, dass die voraussichtlichen Einnahmen die geplanten Ausgaben f├╝r die Ferienimmobilie ├╝bersteigen werden. Der BFH weist in seinem Beschluss weiter darauf hin, dass Vermieter auch die Vermietungseink├╝nfte vergangener Jahre in die Berechnung einbeziehen m├╝ssen, sofern das Anschaffungsjahr der Ferienimmobilie bereits einige Zeit zur├╝ckliegt.




Haftungshinweis:
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