31.10.2018

44-‚ā¨-Freigrenze: Mehr Netto vom Brutto dank Prepaid-Guthabenkarte

Wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer entlohnt, zum Beispiel in Form des monatlichen Gehalts, des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes oder eines Bonus, fallen auf diese Lohnbestandteile gew√∂hnlich Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeitr√§ge an. Gleiches gilt grunds√§tzlich auch f√ľr gew√§hrte Dienst- und Sachleistungen wie die unentgeltliche √úberlassung eines Dienstwagens f√ľr private Zwecke.

Um den Nettolohn des Arbeitnehmers zu optimieren, k√∂nnen die Arbeitsparteien sich die 44-‚ā¨-Freigrenze des Einkommensteuergesetzes zunutze machen, nach der Sachbez√ľge steuer- und abgabenfrei bleiben, wenn sie pro Arbeitnehmer und Monat nicht mehr als 44 ‚ā¨ betragen.

Um die 44-‚ā¨-Freigrenze zur Nettolohnoptimierung zu nutzen, k√∂nnen Arbeitgeber Prepaid-Guthabenkarten an ihre Belegschaft verteilen und diese monatlich mit 44 ‚ā¨ aufladen. Das funktioniert sogar im Wege einer Entgeltumwandlung von Bar- in Sachlohn.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer mit einem Bruttoarbeitslohn von 3.000 ‚ā¨ pro Monat vereinbart mit seinem Arbeitgeber im Arbeitsvertrag, dass er zuk√ľnftig nur einen Bruttoarbeitslohn von 2.956 ‚ā¨ sowie zus√§tzlich eine Prepaid-Guthabenkarte erh√§lt, die der Arbeitgeber allmonatlich mit 44 ‚ā¨ aufl√§dt.

Das Finanzamt sieht diese Karte in der Regel als Sachbezug an, der im Zeitpunkt der monatlichen Aufladung als zugeflossen gilt, so dass 44 ‚ā¨ pro Monat steuer- und beitragsfrei bleiben. Wann die Karte vom Arbeitnehmer f√ľr Eink√§ufe eingesetzt wird, spielt steuerlich keine Rolle. Wichtig ist aber, dass der 44-‚ā¨-Grenzwert eingehalten wird und der Arbeitnehmer neben der Karte keine weiteren Sachbez√ľge erh√§lt. Steuerliche Anerkennung findet das Modell zudem nur, wenn die Karte lediglich f√ľr den Einkauf von Waren und Dienstleistungen genutzt werden kann und Barauszahlungen sowie der Erwerb von Fremdw√§hrungen ausgeschlossen sind. Die Karte darf ferner keine Geld√ľberweisungsfunktion haben und keine √úberziehung erm√∂glichen.




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