28.09.2018

Umzugskosten: Vorsteuerabzug aus Umzugskosten von Mitarbeitern möglich

Wenn Arbeitgeber die Kosten eines betrieblich veranlassten Umzugs fĂŒr Angestellte ĂŒbernehmen, sind diese nicht steuerbar und berechtigen zum Vorsteuerabzug. Das hat das Finanzgericht Hessen in folgendem Fall entschieden.

Hier ging es um eine KlĂ€gerin, die im Rahmen der Beratung und des Erbringens von Dienstleistungen fĂŒr ihre Konzerngruppe tĂ€tig war. Zu diesem Zweck wurden bestimmte Funktionen vom Hauptsitz und anderen Standorten auf die KlĂ€gerin verlagert. In diesem Zusammenhang mussten erfahrene Mitarbeiter, die zuvor am Hauptsitz bzw. an anderen Standorten arbeiteten, an den Standort der KlĂ€gerin versetzt werden. Dabei wurde den Mitarbeitern die Übernahme verschiedener Kosten (z.B. Maklerprovisionen) zugesagt. Letztendlich wurden diese auch ĂŒbernommen.

Nach Auffassung der KlĂ€gerin sind die Umzugskosten unternehmerisch veranlasst und berechtigen daher zum Vorsteuerabzug. Das Finanzamt versagte den Vorsteuerabzug jedoch. Zudem vertrat das Finanzamt die Überzeugung, dass es sich um einen tauschĂ€hnlichen Umsatz handelte.

Die Klage hatte Erfolg. Bei der KostenĂŒbernahme handelt es sich demnach nicht um Leistungen im Rahmen eines tauschĂ€hnlichen Umsatzes. Ferner kann die KlĂ€gerin die in den Maklerrechnungen gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen, da die Übernahme der Kosten nicht fĂŒr den privaten Bedarf der Angestellten erfolgte.

Hinweis: Das Revisionsverfahren ist beim Bundesfinanzhof anhÀngig.




Haftungshinweis:
Dieser Beitrag ist nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung kann trotz sorgfĂ€ltiger Bearbeitung nicht ĂŒbernommen werden. Zu dem behandelten Thema wird gerne weitere Auskunft erteilt.

Zurück