22.08.2018

Sportwagen: Zu viel Luxus f√ľr vollen Vorsteuerabzug

Das Finanzgericht Hamburg (FG) hat sich k√ľrzlich mit der Frage besch√§ftigt, ob f√ľr die Anschaffung eines betrieblich genutzten Luxussportwagens der volle Vorsteuerabzug zu gew√§hren ist.

Im vorliegenden Fall ging es um ein Geb√§udereinigungsunternehmen, das im November 2016 einen gebrauchten Luxussportwagen (Lamborghini Aventador) f√ľr ca. 250.000 ‚ā¨ erworben hatte. Das Fahrzeug wurde vollst√§ndig dem unternehmerischen Bereich zugeordnet. Die vertragsgem√§√üe Privatnutzung durch den Gesellschafter-Gesch√§ftsf√ľhrer des Reinigungsunternehmens wurde nach der 1-%-Methode berechnet und lohnversteuert.

Das Finanzamt lehnte den begehrten Vorsteuerabzug ab, da das Fahrzeug einen unangemessenen Repr√§sentationsaufwand darstelle und der Vorliebe des Gesch√§ftsf√ľhrers f√ľr Sportwagen Vorschub leiste.

Die Klage dagegen hatte keinen Erfolg. Das FG f√ľhrte aus, dass die vom Finanzamt vorgenommene Vorsteuerk√ľrzung aufgrund des unangemessenen Repr√§sentationsaufwands zutreffend sei. Ein ordentlicher und gewissenhafter Unternehmer h√§tte derartige Aufwendungen nicht get√§tigt, da ein betrieblich repr√§sentatives Erfordernis bei summarischer Pr√ľfung nicht feststellbar sei. Insbesondere sei nicht glaubhaft gemacht worden, dass die Nutzung eines Luxussportwagens durch den Gesch√§ftsf√ľhrer erforderlich sei, um Kundenakquise betreiben zu k√∂nnen. Ferner wirke ein besonders aufwendiges Luxusfahrzeug auf potentielle Kunden eher kontraproduktiv und sei nach der Verkehrsauffassung g√§nzlich branchenuntypisch. Insbesondere st√§nden die Anschaffungskosten zum Betriebsergebnis in einem deutlichen Missverh√§ltnis.

Hinweis: Das FG hat die Beschwerde nicht zugelassen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob sie von dem Beschluss des FG betroffen sind, sprechen Sie uns an.




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