18.06.2018

√úbertragung stiller Reserven: BMF beleuchtet Stundungsm√∂glichkeit f√ľr EU-Betriebsverm√∂gen

Um Unternehmen √∂konomisch sinnvolle Strukturver√§nderungen wie beispielsweise Standortverlagerungen oder Produktionsanpassungen zu erm√∂glichen und eine Substanzbesteuerung des Anlageverm√∂gens zu vermeiden, l√§sst das Einkommensteuergesetz eine steuerfreie √úbertragung von stillen Reserven zu, die bei der Ver√§u√üerung bestimmter Anlageg√ľter aufgedeckt werden.

Der Unternehmer kann den Ver√§u√üerungsgewinn, in dem die stillen Reserven realisiert werden, entweder bei der Anschaffung anderer Wirtschaftsg√ľter (im Jahr der Ver√§u√üerung) von den Anschaffungskosten abziehen oder eine gewinnmindernde R√ľcklage bilden und auf Wirtschaftsg√ľter √ľbertragen, die in Folgejahren angeschafft werden.

Beide Beg√ľnstigungen sind ausgeschlossen, wenn ein Unternehmen in Wirtschaftsg√ľter reinvestiert, die nicht zu einer deutschen Betriebsst√§tte geh√∂ren. Weil diese gesetzlich vorgesehene Beschr√§nkung auf Inlandsf√§lle europarechtswidrig ist, hat der Gesetzgeber f√ľr Betriebsverm√∂gen in anderen EU- bzw. EWR-Mitgliedstaaten ein Wahlrecht geschaffen, nach dem die festgesetzte Steuer auf die Gewinne in f√ľnf identischen Jahresraten gezahlt werden kann. Zu dieser Steuerstundungsm√∂glichkeit hat sich das Bundesfinanzministerium nun in einem neuen Schreiben ge√§u√üert. Aufgegriffen werden darin verschiedene Zweifelsfragen, beispielsweise zur Beantragung der Stundung, zur Behandlung von Altf√§llen, zur Reinvestitionsabsicht und zu F√§llen der ausbleibenden Reinvestition.




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