08.06.2018

Umwandlung: Aktuelles zur Verlustverrechnung bei Abspaltungen

Die Umwandlung von Unternehmen gilt im Steuerrecht als eine der komplexesten Materien. Zwar gibt es zu den ertragsteuerlichen Folgen einer Unternehmensumwandlung ein eigenes Gesetz (das Umwandlungssteuergesetz), allerdings ist dieses recht knapp gehalten. Deshalb hat die Finanzverwaltung am 11.11.2011 ein umfangreiches Anwendungsschreiben erlassen, in dem sie erl√§utert, wie das Gesetz aus der Sicht des Fiskus zu interpretieren und anzuwenden ist. Dieser sogenannte Umwandlungssteuererlass spielt f√ľr den Praktiker eine bedeutende Rolle. Schade ist nur, dass er zwischenzeitlich durch zahlreiche Urteile und Gesetzes√§nderungen an vielen Stellen √ľberholt ist.

Eine dieser Stellen ist nunmehr auch der Passus zu Verlustvortr√§gen bei Abspaltungen, also bei Umwandlungen, bei denen aus einem Unternehmen heraus Teile auf andere Gesellschafter ‚Äěabgespalten‚Äú werden. Dieser Abschnitt war insoweit √ľberholt, als er noch nicht das am 28.11.2017 ergangene neue Anwendungsschreiben zum Verlustuntergang ber√ľcksichtigte. Die Finanzverwaltung hat dies zum Anlass genommen, ihre Aussagen im Umwandlungssteuererlass durch ein weiteres Schreiben zu aktualisieren. Insbesondere wird der Anwendungsbereich des Verlustuntergangs f√ľr den Fall, dass eine unterj√§hrige Abspaltung erfolgt, bei Organschaftsverh√§ltnissen deutlich eingeschr√§nkt.

Hinweis: Der Umwandlungssteuererlass ist zwischenzeitlich an zahlreichen Stellen √ľberholt. Einen guten √úberblick √ľber die Einzelheiten gew√§hrt die OFD Frankfurt am Main in ihrer Verf√ľgung vom 31.03.2017 ‚Äď S 1978 A 43 ‚Äď St 51.




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