27.05.2018

Weinbau: Entgeltlich erworbene Wiederbepflanzungsrechte sind nicht abschreibbar

Sogenannte Wiederbepflanzungsrechte vermitteln Weinerzeugern das Recht, bestockte Rebfl√§chen nach der Rodung wieder mit Rebst√∂cken zu bepflanzen. Die Rechte sind immaterielle Wirtschaftsg√ľter und verk√∂rpern letztlich das unionsrechtlich beschr√§nkte Recht zur Weinerzeugung.

Ein Weinbaubetrieb aus Rheinland-Pfalz hat nun vor dem Bundesfinanzhof (BFH) vergeblich versucht, die Anschaffungskosten f√ľr seine Wiederbepflanzungsrechte auf zehn Jahre abzuschreiben. Im Zuge einer Au√üenpr√ľfung hatte das Finanzamt die Abschreibungsbetr√§ge aberkannt und erkl√§rt, dass Rebpflanzungsrechte nicht abschreibungsf√§hig sind, weil sie zeitlich unbegrenzt ausge√ľbt werden k√∂nnen. Ein die Abschreibung rechtfertigender Wertverschlei√ü scheide somit aus. Die daraus resultierende Gewinn√§nderung nahm der Pr√ľfer in der Bilanz zum 30.06.2011 vor.

Der BFH hielt an diesem Ergebnis fest und urteilte, dass es sich bei den Wiederbepflanzungsrechten jedenfalls bis zum ma√ügeblichen Bilanzstichtag (dem 30.06.2011) nicht um abnutzbare Wirtschaftsg√ľter handelte, weil zu diesem Zeitpunkt ein Ende der Weinanbaubeschr√§nkungen in der EU nicht absehbar war.




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