06.05.2018

Cum/Cum-Deals: BMF ĂŒberarbeitet Aussagen zur „Vermeidungsnorm“

Um Steuertricks mit sogenannten Cum/Cum-Deals zu unterbinden, hat der Gesetzgeber eine spezielle Missbrauchsvermeidungsnorm - § 36a Einkommensteuergesetz (EStG) - geschaffen.

Hinweis: AuslĂ€ndische Besitzer deutscher Aktien mĂŒssen auf ihre Dividenden rund 15 % Kapitalertragsteuer zahlen. Um diesem Steuerzugriff zu entgehen, boten sich bislang sogenannte Cum/Cum-Deals an: Hierbei ĂŒbertrĂ€gt der auslĂ€ndische Anteilseigner seine Aktien zunĂ€chst kurz vor dem Dividendenstichtag auf eine inlĂ€ndische Bank, die schließlich die Dividende bezieht. Kurz nach der AusschĂŒttung erwirbt der Anteilseigner die Aktien einschließlich Dividende zurĂŒck. Die Bank kann sich die auf die Dividende abzufĂŒhrende Kapitalertragsteuer anrechnen lassen und diese Steuerersparnis mit dem auslĂ€ndischen Anleger teilen.

Durch § 36a EStG ist eine Anrechnung der Kapitalertragsteuer nur noch dann möglich, wenn ein Aktienerwerber die Aktie wÀhrend eines Zeitraums von 91 Tagen um den Dividendenstichtag mindestens 45 Tage gehalten und dabei ein erhebliches Kursrisiko getragen hat.

Mit Schreiben vom 20.02.2018 hat das Bundesfinanzministerium (BMF) nun sein vom 03.04.2017 stammendes Anwendungsschreiben zu § 36a EStG in den nachfolgenden zwei Punkten geÀndert:




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