27.02.2018

Anrufungsauskunft: Wie Arbeitgeber sich kostenlos Rechtssicherheit verschaffen

Durch einen falschen oder unterlassenen Lohnsteuerabzug k√∂nnen Arbeitgeber schnell in eine Haftungsfalle geraten. M√∂chten diese dem Risiko entgehen, vom Fiskus sp√§ter f√ľr Lohnsteuerbetr√§ge in Haftung genommen zu werden, k√∂nnen Arbeitgeber vorab eine kostenlose Anrufungsauskunft bei ihrem Finanzamt zu lohnsteuerlichen (Zweifels-)Fragen einholen.

Hinweis: √úber eine solche Auskunft kann beispielsweise gekl√§rt werden, ob eine Person √ľberhaupt einer lohnsteuerlich relevanten nichtselbst√§ndigen T√§tigkeit nachgeht oder ob gezahlte Sachbez√ľge lohnsteuerfrei belassen werden k√∂nnen. Der zentrale Vorteil der Anrufungsauskunft liegt darin, dass das Finanzamt an seine Aussagen gebunden ist, so dass der Arbeitgeber sp√§ter nicht belangt werden kann, wenn er der Auskunft entsprechend vorgeht und keine Lohnsteuer einbeh√§lt. Dies gilt sogar dann, wenn die Auskunft unrichtig war.

Das Bundesfinanzministerium hat nun in einem Schreiben die zentralen Regeln zur Anrufungsauskunft zusammengefasst. Danach gilt Folgendes:

Hinweis: Eine Anrufungsauskunft entfaltet nur dann die gew√ľnschte Bindungswirkung, wenn der vorgetragene Sachverhalt dem sp√§ter umgesetzten Sachverhalt entspricht. Kommt es hierbei zu Abweichungen, ist das Amt nicht mehr an seine Aussagen gebunden, so dass Lohnsteuer im Haftungsweg nachgefordert werden kann. Antragsteller sollten daher unbedingt darauf achten, dass sie den Sachverhalt im Antrag pr√§zise formulieren und sp√§ter ohne Abweichungen in die Tat umsetzen.




Haftungshinweis:
Dieser Beitrag ist nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung kann trotz sorgf√§ltiger Bearbeitung nicht √ľbernommen werden. Zu dem behandelten Thema wird gerne weitere Auskunft erteilt.

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