14.02.2018

Außergewöhnliche Belastung: Beerdigungskosten können absetzbar sein

Kosten f√ľr die Beerdigung eines nahen Angeh√∂rigen k√∂nnen als au√üergew√∂hnliche Belastung abgezogen werden, soweit die Kosten nicht durch das erhaltene Erbe gedeckt werden k√∂nnen. Leistungen aus einer Sterbegeldversicherung m√ľssen allerdings vom absetzbaren Betrag in Abzug gebracht werden.

Der verbleibende Betrag der Kosten darf als außergewöhnliche Belastung in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden, so dass sich Beträge oberhalb der zumutbaren Belastung steuermindernd auswirken.

Hinweis: Die zumutbare Belastung berechnet sich nach einem prozentualen Anteil des Gesamtbetrags der eigenen Eink√ľnfte und variiert je nach Familienstand, Einkommensh√∂he und Kinderzahl des Steuerzahlers. Familien mit geringem Einkommen m√ľssen dabei einen geringeren Eigenanteil schultern als ledige Gutverdiener.

Als Beerdigungskosten abziehbar sind unter anderem die Ausgaben f√ľr Bestattungsunternehmen, √úberf√ľhrung, Sarg, Urne, ein angemessenes Grabmal, Krematorium, Friedhofsverwaltung, Grabst√§tte, Blumenschmuck, √∂ffentliche Geb√ľhren und Trauerkarten samt Porto. Nicht vom Finanzamt anerkannt werden die Kosten f√ľr die Bewirtung der Trauerg√§ste, deren An- und Abreise, Trauerkleidung und Kosten der Grabpflege.

Hinweis: Beerdigungskosten sind nur in einem angemessenen Rahmen abzugsf√§hig. Nach der Rechtsprechung des Finanzgerichts K√∂ln kann diese Voraussetzung bei unmittelbaren Beerdigungskosten von maximal 7.500 ‚ā¨ als erf√ľllt angesehen werden. Sind die Kosten h√∂her, werden die Finanz√§mter die Angemessenheit einzelfallabh√§ngig √ľberpr√ľfen - hierbei m√ľssen sie aber die gesellschaftliche Stellung des Verstorbenen ber√ľcksichtigen.




Haftungshinweis:
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