02.01.2018

AusfĂŒhrservice: Gassigehen mit Haustieren gehört zu den haushaltsnahen Dienstleistungen

Eine voll berufstĂ€tige Hundebesitzerin aus Hessen beauftragte fĂŒr das AusfĂŒhren ihres Hundes einen „Hundegassiservice“. Der Betreiber holte den Hund regelmĂ€ĂŸig ab, fĂŒhrte ihn aus, versorgte ihn gegebenenfalls medizinisch und sĂ€uberte ihn. Anschließend brachte er den Hund zurĂŒck. Die Aufwendungen fĂŒr diesen Service machte die Hundebesitzerin in ihrer EinkommensteuererklĂ€rung als Aufwendungen fĂŒr haushaltsnahe Dienstleistungen geltend.

Folglich wollte sie 20 % dieser Aufwendungen von ihrer Steuerlast abgezogen wissen.Das Bundesfinanzministerium hat das AusfĂŒhren von Hunden auch tatsĂ€chlich in seinen Katalog haushaltsnaher Dienstleistungen als begĂŒnstigt aufgenommen. Das Finanzamt hingegen kam zu dem Schluss, es handle sich hier nicht um eine begĂŒnstigte Dienstleistung, da sie nicht im Haushalt durchgefĂŒhrt worden sei. Gemeinhin sind nĂ€mlich nur Aufwendungen fĂŒr Dienstleistungen zum Abzug zugelassen, die in einem rĂ€umlich-funktionalen Zusammenhang mit dem Haushalt durchgefĂŒhrt werden.

Das Finanzgericht Hessen (FG) befand allerdings, dass dieser rĂ€umlich-funktionale Zusammenhang beim Gassigehen mit dem Hund nicht durchbrochen wird. Die Leistung diene dem Haushalt bzw. dem haushaltszugehörigen Tier und stehe deshalb in einem unmittelbaren rĂ€umlichen Bezug zum Haushalt. Der Aufwand der Hundebesitzerin war entsprechend begĂŒnstigt.

Hinweis: Gegen die Entscheidung des FG wurde Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Vergleichbare FĂ€lle sollten also unter Berufung auf die Entscheidung des FG offengehalten werden. Auch bei weiteren Fragen zu haushaltsnahen Dienstleistungen beraten wir Sie gern.




Haftungshinweis:
Dieser Beitrag ist nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung kann trotz sorgfĂ€ltiger Bearbeitung nicht ĂŒbernommen werden. Zu dem behandelten Thema wird gerne weitere Auskunft erteilt.

Zurück