05.12.2017

Finanzmarkt: Oberfinanzdirektion äußert sich zu steuerlichen Gestaltungsmodellen

Gewinne steuerfrei kassieren, Verluste aber voll steuerlich geltend machen - davon tr√§umt wohl jeder Steuerberater. Im st√§ndigen ‚ÄěKatz- und Mausspiel‚Äú zwischen Finanzverwaltung und Beratern spielen die Finanzgerichte eine gewichtige Rolle. St√§ndig versuchen Steuerberater, sich neue Gestaltungen auszudenken und durch diese ihren Kunden - auf legale Art und Weise - finanzielle Vorteile zu verschaffen.

Am frei zugänglichen Finanzmarkt werden solche Gestaltungen oftmals auf die Spitze getrieben, indem den Kunden Wertpapiere angeboten werden, die den Vorteil (Gewinne steuerfrei zu kassieren, Verluste aber voll steuerlich geltend zu machen) auf verlockende Art und Weise bewerben.

Doch hierbei ist Vorsicht geboten: In der Regel ‚Äěkassieren‚Äú die Gerichte solche Gestaltungen. Darauf weist auch die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen in einer aktuellen Verf√ľgung hin. Dabei bezieht sie sich auf die j√ľngere Rechtsprechung der Finanzgerichte und des Bundesfinanzhofs und fasst zusammen, dass es bei solchen Finanzmarktprodukten eigentlich nur zwei M√∂glichkeiten gibt:

  1. Gewinne sind steuerfrei, Verluste d√ľrfen nicht abgezogen werden oder

  2. Gewinne sind steuerpflichtig, Verluste d√ľrfen abgezogen werden.

Andere Möglichkeiten sind entweder schlichtweg nicht möglich oder als Gestaltungsmissbrauch einzustufen und werden daher nicht anerkannt.

Hinweis: Wenn Ihre Bank Ihnen solche Finanzprodukte anpreist, sollten Sie vorsichtig sein. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Steuerberater √ľber das konkrete Produkt, bevor Sie Ihr Geld investieren.




Haftungshinweis:
Dieser Beitrag ist nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung kann trotz sorgf√§ltiger Bearbeitung nicht √ľbernommen werden. Zu dem behandelten Thema wird gerne weitere Auskunft erteilt.

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