03.12.2017

Doppelte Haushaltsf√ľhrung vor 2014: Wie sich die Kosten f√ľr die Wohnung am Besch√§ftigungsort absetzen lassen

Arbeitnehmer, die aus beruflichen Gr√ľnden einen doppelten Haushalt unterhalten, k√∂nnen ihre Unterkunftskosten f√ľr die Wohnung am Besch√§ftigungsort seit 2014 nur noch begrenzt mit maximal 1.000 ‚ā¨ pro Monat als Werbungskosten abziehen. Unter diese Abzugsbeschr√§nkung fallen beispielsweise Mietzahlungen und Nebenkosten, Pkw-Stellplatzmieten sowie Reinigungs- und Renovierungskosten.

Vor 2014 durften die Kosten der Wohnung am Besch√§ftigungsort nur abgesetzt werden, soweit sie angemessen waren. Als angemessen stuften Rechtsprechung und Finanzverwaltung eine Wohnung mit einer Gr√∂√üe von maximal 60 qm und einer durchschnittlichen orts√ľblichen Miete ein. Wer an seinem Arbeitsort gro√üz√ľgiger und teurer wohnte, konnte seine Kosten daher nur anteilig abziehen.

F√ľr die bis 2013 geltende Rechtslage hat der Bundesfinanzhof (BFH) nun entschieden, dass der Durchschnittsmietzins einer 60-qm-Wohnung aus dem damals g√ľltigen Mietspiegel des Besch√§ftigungsorts hergeleitet werden darf. Diese Werte sind nach Gerichtsmeinung belastbar, weil der Mietspiegel vom umfassenden Sachverstand von Experten getragen wird und dem Zahlenwerk zudem regelm√§√üig eine umfassende Datenmenge zugrunde liegt. Weiter erkl√§rte der BFH, dass sich der Durchschnittsmietzins auf die Nettokaltmiete ohne jegliche Betriebs- und Nebenkosten bezieht.

Hinweis: Die Urteilsgrunds√§tze sind f√ľr Altf√§lle der doppelten Haushaltsf√ľhrung bis einschlie√ülich Veranlagungszeitraum 2013 relevant.




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