11.11.2017

Herdpr├Ąmie: Minderung von au├čergew├Âhnlichen Belastungen

Unterhaltsaufwendungen f├╝r bed├╝rftige Personen k├Ânnen, sofern diese auch unterhaltsberechtigt sind, als au├čergew├Âhnliche Belastung von den Eink├╝nften abgezogen werden. Unterhaltsberechtigte Personen sind zum Beispiel nahe Angeh├Ârige wie die Eltern oder die eigenen Kinder, die kein oder nur ein geringes Verm├Âgen besitzen und ├╝ber kein bzw. nur ├╝ber ein geringes Einkommen verf├╝gen.

Nat├╝rlich kann auch die eigene Lebensgef├Ąhrtin, mit der man nicht verheiratet ist, eine bed├╝rftige Person sein, zum Beispiel wenn sie nach der Geburt eines Kindes in der Elternzeit kein Einkommen hat. Das Bereitstellen von Unterkunft und Verpflegung gilt dann bis zur H├Âhe des Existenzminimums einer erwachsenen Person - im Jahr 2017 sind das 8.820 ÔéČ - als au├čergew├Âhnliche Belastung. Allerdings werden nach dem Einkommensteuergesetz Bez├╝ge der unterst├╝tzten Person gegengerechnet.

Wie erst vor kurzem das Finanzgericht M├╝nster klargestellt hat, ist das anteilige Kindergeld kein Bezug im Sinne dieser Vorschrift. Denn das Kindergeld ist zweckgebunden. Es soll das Existenzminimum des Kindes sicherstellen und dient der Familie. Allerdings ist das Betreuungsgeld - im Volksmund eher als Herdpr├Ąmie bekannt - ein Bezug im oben genannten Sinne. Im Streitfall konnte daher der Vater des Kindes die Unterhaltsaufwendungen gegen├╝ber seiner Lebensgef├Ąhrtin nur vermindert in der Einkommensteuerveranlagung ber├╝cksichtigen.

Hinweis: Sie erkennen sich in diesem Fall wieder? Gerne erl├Ąutern wir Ihnen die rechtlichen Voraussetzungen f├╝r den Abzug von au├čergew├Âhnlichen Belastungen und beraten Sie, ob Sie Ihre steuerrechtliche Situation verbessern k├Ânnen.




Haftungshinweis:
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