15.01.2010

Verlust aus Verkauf einer Kapitalbeteiligung

Ein leitender Angestellter kaufte Anteile am Unternehmen seines Arbeitgebers. Nach den Bestimmungen in dem Beteiligungsvertrag mussten die Anteile nach Beendigung des Arbeitsverh√§ltnisses zur√ľckverkauft werden. Nach sieben Jahren schied er aus dem Arbeitsverh√§ltnis aus. Gem√§√ü den Bestimmungen des Vertrages verkaufte er die Anteile an dem Unternehmen des Arbeitgebers zu einem in dem Beteiligungsvertrag festgelegten Preis von 195.000 ‚ā¨. Der Wert der Anteile belief sich zu dieser Zeit nach den Angaben des Angestellten auf ca. 1,1 Mio ‚ā¨. Die Differenz zum erhaltenen Preis bei R√ľckgabe machte er als Verlust aus seiner Arbeitnehmert√§tigkeit geltend. Der Bundesfinanzhof folgte dem nicht. Der Verlust sei entstanden, weil in dem Beteiligungsvertrag ein bestimmter R√ľcknahmekaufpreis vorgesehen war. Der Verlust beruhe daher auf dem Gesellschaftsvertrag, nicht auf dem Arbeitsvertrag. F√ľr eine Ber√ľcksichtigung eines derartigen Verlustes als Werbungkosten der Arbeitnehmert√§tigkeit gen√ľge es nicht, dass die Anteile ohne das Arbeitsverh√§ltnis nicht erworben und wieder verkauft worden w√§ren. Durch Verkauf der Anteile habe der Kl√§ger keinen Arbeitslohn zur√ľckgezahlt, er sei auch nicht aufgrund des Arbeitsvertrages zu dem Verkauf verpflichtet gewesen.




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