15.10.2008

Vorsteuerabzug f√ľr Umbau von Geb√§uden bei Nutzung f√ľr unterschiedliche Ums√§tze

Wird ein Geb√§ude teils f√ľr Ums√§tze verwendet, die den Vorsteuerabzug erm√∂glichen (vorsteuerunsch√§dliche = steuerpflichtige Ums√§tze), teils f√ľr Ums√§tze, die ihn ausschlie√üen (vorsteuersch√§dliche Ums√§tze = u.a. die meisten steuerfreien Ums√§tze), ist auch Vorsteuer aus Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie aus Erhaltungsma√ünahmen nur teilweise abziehbar. Wegen der Einzelfragen schlie√üt sich die Finanzverwaltung nun dem Bundesfinanzhof an, nachdem sie dessen Rechtsprechung zun√§chst nicht anwenden wollte. Im Einzelnen gilt nun Folgendes: Aufteilung von Vorsteuer aus Herstellungsaufwand oder Anschaffungskosten: Wird ein Geb√§ude durch einen Unternehmer angeschafft oder hergestellt, und soll es teils f√ľr vorsteuerunsch√§dliche, teils f√ľr steuersch√§dliche Zwecke verwendet werden, ist die Vorsteuer aus dem Kauf oder der Errichtung des Geb√§udes aufzuteilen. Es kommt dabei nicht darauf an, wie der einzelne Raum genutzt wird, in den eine Bauma√ünahme eingeht. Z.B. ist Vorsteuer f√ľr einen erstmaligen Bodenbelag f√ľr einen Raum, der nur f√ľr steuerpflichtige Zwecke verwendet wird, nicht etwa voll abziehbar, sondern nur nach dem Nutzungsverh√§ltnis f√ľr das Gesamtgeb√§ude. Entsprechend ist bei nachtr√§glichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu verfahren, z.B. bei wesentlicher Verbesserung oder bei nachtr√§glichem Einbau von Einrichtungen. Anders ist es jedoch bei nachtr√§glichem Herstellungsaufwand f√ľr bestimmte Geb√§udeteile. Wird z.B. nachtr√§glich ein Dachgescho√ü ausgebaut, ist die Vorsteuer auf die Herstellungskosten in dem Verh√§ltnis abziehbar, in dem das Dachgescho√ü f√ľr vorsteuerunsch√§dliche Zwecke verwendet wird. Das Nutzungsverh√§ltnis bei dem Geb√§ude insgesamt ist nicht entscheidend. Aufteilungsma√üstab: Soweit die Vorsteuer aufzuteilen ist, ist in der Regel das Verh√§ltnis der Nutzfl√§chen ma√ügebend, die f√ľr die einzelnen Zwecke verwendet werden. Aufteilung bei Erhaltungsaufwand: Handelt es sich um Erhaltungsaufwand, ist zun√§chst zu pr√ľfen, ob dieser einem einzelnen Geb√§udeteil zugeordnet werden kann. Ist dies der Fall, h√§ngt der Vorsteuerabzug davon ab, f√ľr welche Zwecke dieser Geb√§udeteil genutzt wird. Z.B. ist die Vorsteuer f√ľr Malerarbeiten in einem steuerpflichtig genutzten Geb√§udeteil (z.B. Ladenr√§ume) voll abziehbar. Ist eine Zuordnung zu einzelnen Geb√§udeteilen nicht m√∂glich, ist der Vorsteuerabzug nur nach dem Verh√§ltnis m√∂glich, zu dem das Gesamtgeb√§ude f√ľr vorsteuerunsch√§dliche Ums√§tze genutzt wird (z.B. bei Renovierung der Au√üenfassade). √úbergangsregelung: Das neue Schreiben ist in allen noch offenen F√§llen anzuwenden. Im Hin-blick auf die bisherige zum Teil andere Auffassung der Finanzverwaltung enth√§lt es f√ľr bestimmte F√§lle eine √úbergangsregelung.




Haftungshinweis:
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