15.02.2008

Reparaturaufwendungen bei teilweise vermietetem Zweifamilienhaus

In einem Zweifamilienhaus bewohnte der Eigent√ľmer eine Wohnung selbst, die zweite Wohnung war vermietet. Nur an den W√§nden der vermieteten Wohnung lie√ü er eine Fassadenverkleidung anbringen. Die Kosten machte er als Werbungskosten bei den Eink√ľnften aus Vermietung geltend. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nur anteilig an. Es k√ľrzte sie um den Anteil der selbst genutzten Wohnung am gesamten Geb√§ude. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass bei einem Geb√§ude, das teils selbst- und teils durch Vermietung zur Eink√ľnfteerzielung genutzt wird, alle der vermieteten Wohnung zuordnenbaren Reparaturaufwendungen sofort als Werbungskosten abgezogen werden k√∂nnen. In dem entschiedenen Fall hatte die Fassadenverkleidung nicht zu einer wesentlichen Verbesserung des Geb√§udes gef√ľhrt. Sie erg√§nzte lediglich die Funktion der vorhandenen Hauswand und erh√∂hte f√ľr die vermietete Wohnung den W√§rme- und Schallschutz. Die hierdurch entstandenen Aufwendungen waren danach Erhaltungsaufwand. Nach Auffassung des Gerichts k√∂nne es keinen Unterschied machen, ob die entsprechenden Ma√ünahmen innerhalb oder au√üerhalb der Wohnung durchgef√ľhrt worden sind.




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