15.02.2008

Rechtsanwalt: Eink√ľnfte aus Insolvenzverwaltung

Ein selbst√§ndiger Rechtsanwalt erzielte in zunehmenden Umfang Eink√ľnfte als Insolvenzverwalter, die er in seiner Einkommensteuererkl√§rung als solche aus freiberuflicher T√§tigkeit angab. Das Finanzamt qualifizierte die T√§tigkeit zun√§chst als sonstige selbst√§ndige T√§tigkeit, sp√§ter aufgrund des Umfangs und der √úbertragung auf Mitarbeiter als gewerblich. Anders als bei der anwaltlichen T√§tigkeit k√∂nne f√ľr den Bereich der Insolvenzverwaltung bereits die Besch√§ftigung von mehr als einem Mitarbeiter die Umqualifizierung der Eink√ľnfte zur Folge haben. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied demgegen√ľber, dass die T√§tigkeit eines Rechtsanwalts als Insolvenzverwalter solange nicht gewerblich ist, als dieser die erforderlichen Entscheidungen noch selbst trifft und verantwortet. Die Zahl der in Anspruch genommenen Hilfskr√§fte (zwei Rechtsanw√§lte und drei weitere Angestellte) diene nur als Indiz f√ľr eine gewerbliche T√§tigkeit. Es komme auf die Umst√§nde des Einzelfalls an. Danach war die T√§tigkeit des Rechtsanwalts als Insolvenzverwalter noch als selbst√§ndig anzusehen.




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