14.01.2008

Fahrtenbuch: Anforderungen an Zielangaben

Einem angestellten Wirtschaftspr√ľfer stand f√ľr seine Reiset√§tigkeit ein Dienstwagen zur Verf√ľgung, den er auch privat nutzen konnte. √úber die mit diesem Fahrzeug unternommenen Fahrten f√ľhrte er ein Fahrtenbuch. Zu den einzelnen Fahrten trug er jeweils in einer Zeile nebeneinander das Datum, das Reiseziel, die gefahrenen Kilometer sowie den Kilometerstand am Ende des Tages ein. Die Spalte "Reiseroute und Ziel" enthielt entweder einen St√§dtenamen oder ein Kfz-Kennzeichen. Die Spalte "besuchte Personen, Firmen, Beh√∂rden" war √ľberwiegend nicht ausgef√ľllt. Das Finanzgericht Hamburg hat in einem rechtskr√§ftigen Urteil das Fahrtenbuch nicht anerkannt, da die Zielangaben aus sich heraus nicht verst√§ndlich waren. Entsprechend den Vorgaben des Bundesfinanzhofs muss in einem Fahrtenbuch grunds√§tzlich neben dem Datum und den Fahrtzielen auch der jeweils aufgesuchte Kunde oder Gesch√§ftspartner bzw. wenn dieser nicht vorhanden ist, der Gegenstand der dienstlichen Verrichtung (z.B. Besuch einer Beh√∂rde) aufgef√ľhrt werden. Blo√üe Ortsangaben reichen nur dann aus, wenn sich der aufgesuchte Kunde oder Gesch√§ftspartner aus dieser Angabe zweifelsfrei ergibt, oder sich dessen Name auf einfache Weise unter Zuhilfenahme von Unterlagen ermitteln l√§sst, die ihrerseits nicht mehr erg√§nzungsbed√ľrftig sind. Diese Voraussetzungen waren in dem entschiedenen Fall nicht erf√ľllt, da die verschl√ľsselten Angaben nur unter Zuhilfenahme von Mandantenlisten und weiterer Angaben ermittelt werden konnten.




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